Marken-Glossar  
 
 
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Above-the-Line: Above-the-Line bezeichnet den Einsatz jener Kommunikationsinstrumente, die der klassischen Kommunikation zugeordnet werden können. Hierzu zählen der Einsatz von Werbemitteln [Anzeige, Plakat, Spot] in traditionell streufähigen Werbeträgern wie TV, Print, Kino und Hörfunk. [Vgl. alternativ: Below-the-Line ]
 
Accepted-Set: Das Accepted-Set setzt sich aus jenen Marken zusammen, denen sich der Konsument überhaupt bewusst ist [ Vgl. Awareness-Set ], denen er einen konkreten Inhalt zuordnen kann [ Vgl. Processed-Set ] und denen gegenüber keine negative Einstellung besteht und deren Kauf kein zu großes Risiko darstellt.

Marken, gegenüber denen man eine negative Einstellung hat oder deren Kauf ein zu großes Risiko birgt, verschwinden hingegen im Rejected-Set. [Vgl. hierzu: Markenwahlprozess]
 
Advertising Effect: Bezeichnet die Werbewirkung und untersucht den Einfluss von eingesetzten Werbe-Stimuli auf den Empfänger [Rezipienten]. Verschiedene Werbewirkungsmodelle versuchen Ursache-Wirkungszusammenhänge zu erkennen, diese zu analysieren und folglich zu interpretieren.

Da eine ganzheitliche Erfassung der Werbewirkung nicht möglich ist, werden meist nur Teilaspekte beschrieben [z.B. ökonomische, psychische oder soziale Effekte]. Eine sachliche Bewertung ist nur möglich, wenn Werbewirkungen zu den entsprechenden Referenzgrößen in Beziehung gesetzt werden können.
 
Aided Recall: Bezeichnet die gestützte Erinnerung und meint die Messung des Bekanntheitsgrades einer Marke durch die Vorlage von Gedächtnis- oder Identifikationshilfen [Abbildungen, Verpackungen, Anzeigen etc.]. Dem Vorteil dieser Methode, der Aktivierung und Aktualisierung von Erinnerungen, steht der Nachteil des Overreporting gegenüber. Die oben beschriebene Vorgehensweise kann unter Umständen zu übertriebenen Angaben führen, die das Ergebnis verzerren. [ Vgl. alternativ: Unaided Recall ]
 
AIO-Segmentierung: Zur Segmentierung des Gesamtmarktes werden beim AIO-Ansatz eine Vielzahl psychographischer Konsumenteneigenschaften herangezogen, wobei Aktivitäten [Activities], Interessen [Interests] und Meinungen [Opinions] als konstituierende Elemente des Lebensstils [life style] herangezogen werden.
 
Aktivierung: Bezeichnet [a] den Grad der Bereitschaft des Organismus zu Handeln bzw. Energie einzusetzen, bzw. drückt sich [b] im Erleben als Gespanntheit oder Erregung aus.
 
Akustische Markenführung: Unter Akustischer Markenführung ist ein strukturierter Prozess zu verstehen, in dem das Hörbare ein Teil der Markenidentität wird. Sie ist wie das Corporate Design als Element der Corporate Identity zu verstehen. Bestandteile sind das Audio Logo, das Markenthema, das Markenambiente und die Markenstimme.
 
Akzeptanz: Im Zuge der Markenkommunikation meint die Akzeptanz die positive Aufnahme von Werbebotschaften durch die Zielperson. Dies äußert sich z.B. im Gefallen der Werbemittelgestaltung oder in der Zustimmung zur Werbebotschaft und kann durch eine authentische, gefällige und vor allem widerspruchsfreie Gestaltung der Werbung erreicht werden.
 
Allgemeine
Werbeawareness
:
Die allgemeine Werbeawareness drückt den Anteil jener Personen aus, die angeben, Werbung für eine bestimmte Marke in letzter Zeit bemerkt zu haben. Man unterscheidet hierbei zwischen gestützter [Aided Recall] und ungestützter [ Unaided recall ] Abfrage der Werbeawareness.
 
Artikelmarke: Bezeichnet einen Markentyp der Handelsmarkenstrategie. Vergleichbar mit der Produktmarke [ Monomarke, Einzelmarke ] bei Herstellermarken wird im Handel die Artikelmarke für ein einziges Produkt verwendet. [ Vgl. hierzu: Handelsmarkentypen ]
 
Assoziation: Bezeichnet die bewusste oder unbewusste Verbindung von zwei Informationsinhalten [Eindrücke, Gefühle, Bilder, Sprache etc.] aufgrund bestimmter kausaler oder formaler Analogien.
 
Assoziative
Netzwerke
:
Bezeichnet ein Modell, anhand dessen die Wissensspeicherung [Markenwissen] im Langzeitgedächtnis dargestellt wird. Hierbei werden Begriffe durch Knoten und die Verbindung zwischen diesen durch Kanten dargestellt. [Vgl. hierzu: Semantisches Netzwerk]
 
Attitude: Bezeichnet die Einstellung und meint relativ dauerhafte Zustände, die sich im Laufe der Zeit bei Personen in Bezug auf physische [Marke] als auch psychische [Wert] Objekte bilden. Diese Zustände bezeichnen die innere Bereitschaft der Person, auf bestimmte Reize der Umwelt konsistent positiv oder negativ zu reagieren.
 
Audio Logo: Ein Audio Logo ist eine kurze, markante Tonfolge oder eine Sequenz von Geräuschen, die im Rahmen der Akustischen Markenführung an Kommunikationskontaktpunkten zur Wiedererkennung der Marke eingesetzt wird. Es kann als akustisches Pendant zum visuellen Logo gesehen werden.
 
Auditiv: Den menschlichen Hörsinn betreffend. Wahrnehmung von Schallwellen und Schwingungen. [Vgl. alternativ: Gustatorisch, haptisch, olfaktorisch, visuell]
 
Ausstrahlungs-
effekt
:
Im Zuge der Werbung auftauchende Effekte, die über den eigentlichen Wirkungsbereich der Werbemaßnahmen hinausgehen. Spezielle Formen des Ausstrahlungseffekts sind der Carryover-Effekt, der Halo-Effekt, die Irradiation und der Spillover-Effekt.
 
Available-Set: Bezeichnet im Zuge des Markenwahlprozesses alle alternativen Markenangebote einer Produktkategorie. Da der Konsument sich jedoch nicht aller Alternativen bewusst ist, unterteilt sich das Available-Set in das [a] Awareness-Set mit Marken, derer der Konsument sich bewusst ist, und das [b] Unawareness-Set mit all jenen Marken, derer sich der Konsument nicht bewusst ist. [Vgl. hierzu: Markenwahlprozess]
 
Awareness: Bezeichnet Bekanntheitsgrad und die Erinnerung an eine Werbung bzw. Marke als Maß für die Stärke und Intensität des Werbedrucks [Share of Advertising] und somit der Werbewirkung [Advertising Effect] einer spezifischen Werbekampagne.

Bei der Messung der Brand Awareness zur Überprüfung des Kommunikationserfolgs, unterscheidet man zum einen zwischen allgemeiner Werbeawareness und medienspezifischer Werbeawareness und zum anderen zwischen gestützter [aided recall] und ungestützter Awareness [unaided recall].
 
Awareness-Set: Das Awareness-Set ist die Menge aller Markenalternativen einer Produktkategorie, derer sich der Konsument zum Zeitpunkt seiner Kaufentscheidung bewusst ist und die somit für den weiteren Prozess der Markenwahl in Betracht gezogen werden können.

Im Unawareness-Set befinden sich hingegen alle Marken, derer sich der Konsument nicht bewusst ist. Gemeinsam bilden sie das Available-Set, die Summe aller zur Verfügung stehenden Markenalternativen. [Vgl. hierzu: Markenwahlprozess]