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Wußten Sie schon? - Geschichte und Mythos der Marke Aspirin
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Inhaber der Marke: |
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Bayer AG |
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www.aspirin.de |
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Die Ursprünge dieses Heilmittels sind fast so alt wie der Schmerz selbst. Es ist der aus der Rinde der Weide gewonnene Saft, der einen Wirkstoff enthält, der den Schmerz lindert und das Fieber senkt. Diese Heilkraft war den Menschen bereits im Altertum bekannt und schon der griechische Arzt Hippokrates [460 bis 375 v. Chr.] berichtet davon, wie der Saft aus den Weidenrinden gewonnen und als Medizin gegen fiebrige Erkrankungen verabreicht wurde. Vom Sud des Griechen Hippokrates bis zur Erfolgspille mit dem Bayer-Kreuz war es allerdings ein weiter Weg.
Im Mittelalter war das Pflücken von Weiden bei Strafe verboten, weil der Rohstoff für das Flechten von Körben gebraucht wurde. Dadurch geriet das Naturheilmittel für ein paar Jahrhunderte in Vergessenheit - bis sich der Chemiker Dr. Felix Hoffmann und sein Team im Auftrag von Bayer auf der Suche nach einem wirksamen Rheumamittel machten. Am 10. August 1897 gelang es ihnen, den Wirkstoff Acetylsalicylsäure in seiner stabilen Reinform zu isolieren. An dieser Stelle sei erwähnt, dass Dr. Hoffmann nur 11 Tage danach auch noch das Heroin als Heilmittel entdeckte [Anm.: Obwohl kein kausaler Zusammenhang gegeben ist, muss eingeräumt werden, dass aus heutiger Sicht die Reihenfolge der Entdeckungen in umgekehrter Reihenfolge logischer erscheint].
Bereits 2 Jahre nach Entdeckung der Acetylsalicylsäure wurde das schmerzstillende und fiebersenkende Medikament unter dem Namen „Aspirin“ vertrieben und beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin als Warenzeichen angemeldet. Der Name ist eine Kombination der Acetylsalicylsäure und dem Namen der Pflanze, aus der der Wirkstoff gewonnen wurde: der Spirstaude. Das Anhängsel „in“ war die damals übliche Endung bei der chemischen Namensgebung. Aspirin, dessen Zusammensetzung bis heute unverändert geblieben ist, ist längst zum Synonym für Schmerzmittel geworden. Es ist u.a. in den USA nach dem Ersten Weltkrieg Gattungsbezeichnung für den Wirkstoff Acetylsalicylsäure geworden. Jeder Hersteller dieser Substanz kann diese oder das daraus gefertigte Endprodukt Aspirin nennen.
Selbst als Neil Armstrong am historischen 21. Juli 1969 als erster Mensch den Mond betritt, war Aspirin Bestandteil der Bordapotheke. Und auch der italienische Start-Tenor Enrico Caruso schwor auf das Schmerzmittel und ging nicht auf die Bühne, ohne es vor seinem Auftritt eingenommen zu haben. Laut einer Reader´s Digest-Umfrage war Aspirin auch 2004 mit 47 % der Nennungen zum wiederholten Mal der "most trusted brand" in der Kategorie Schmerzmittel. |
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