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Markenanmeldungen von Wirtschaftskrise betroffen |
7.5.2010 Die Statistik des Östereichischen Patentamtes für 2009 zeigt, dass die Wirtschaftskrise bei den nationalen Markenanmeldungen zu einem Rückgang geführt hat. Die Zahl der registrierten Marken blieb jedoch konstant. |
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Im Gegensatz zu den Erfindungsanmeldungen hat die Wirtschaftskrise bei den nationalen Markenanmeldungen zu einem Rückgang von mehr als acht Prozent geführt. Die Zahl der registrierten Marken blieb jedoch konstant – ebenso, wie die hohen Vermögenswerte, die Marken für die einzelnen Unternehmen trotz Krise noch immer darstellen. Die Anzahl der aufrechten Markenschutzrechte in Österreich ist 2009 auf dem Niveau der Vorjahre geblieben. Mit Jahresende 2009 waren 114.380 Zeichen als nationale Marken geschützt. Rund 218.000 Zeichen sind zudem als internationale und über 700.000 als Gemeinschaftsmarken geschützt. Im Jahr 2009 wurden 7.569 nationale Markenanmeldungen im Österreichischen Patentamt eingereicht. 6.378 Anmeldungen stammen von Österreicher/innen, was einen Inländeranteil von 84,3 Prozent (2008: 87,8 Prozent) bedeutet.
Einmillionste internationale Marke kommt aus Österreich
Wie gesamt in Österreich wurde auch bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum bei den Marken ein Rückgang verzeichnet. 2009 ging die Zahl der Anmeldungen von internationalen Marken weltweit um 16,4 Prozent zurück. Österreich befindet sich erfreulicherweise jedoch weiterhin im oberen Bereich des Rankings. Geradezu bestätigend für die starke Stellung österreichischer Unternehmen ist die Registrierung der Wortbildmarke „Grüne Erde“ als einmillionste internationale Marke bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum.
Fleißige Markenanmelder
Mit 99 Markenregistrierungen führt die Handelskette Spar die Hitliste der Markenregistrierungen erneut an. Bristol-Myers Squibb liegt mit 70 Marken auf Platz zwei. Platz drei geht an die Hypo Investmentbank Gruppe (40 Marken). Auf Platz vier rangiert Biogena Naturprodukte mit 30 Marken. Die Medienbranche folgt mit 26 neuen Marken von Styria Media und 25 Marken von Wimmer Medien. Platz sieben geht an das Handelsunternehmen Hofer mit 21 Marken, gefolgt von Applied Chemicals ACAT Wien mit 19 und den Österreichischen Lotterien mit 17 Marken. Claudia Nehls Tierheilkunde und GFB & Partner folgen mit je 15 registrierten Marken.
Die Firma Spar, die das Ranking anführt, weist fast doppelt so viele Registrierungen wie im Vorjahr auf. Spar hat offensichtlich erkannt, dass gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine starke Markenpositionierung eine deutlich bessere Ausgangsposition für den Wettbewerb bedeutet.
Österreich top bei den Gemeinschaftsmarken
Bei den Gemeinschaftsmarken hält der Boom bei den Anmeldungen nach einem leichten Einbruch im Jahre 2008 weiter an. Das Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt kann 2009 wieder leichte Zugewinne bei den Markenanmeldungen verzeichnen, wofür die erneute Gebührenreduktion im Mai 2009 mitverantwortlich gemacht werden kann. Auch bei den Gemeinschaftsmarken befindet sich Österreich unter den „Top ten“.

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| Quelle: Österreichisches Patentamt |
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