Gereon Friederes, Geschäftsführer von marketmind, erwartet, dass immer weniger Österreich-Niederlassungen internationaler Konzerne anspruchsvolle strategische Projekte eigenständig durchführen dürfen. "Dies stellt sich oft als Fehler heraus, aber der Einfluss der Muttergesellschaften steigt", so Friederes. Als seine Key Assets sieht er sein hervorragend ausgebildetes Team - 19 von 20 marketmind-Beratern haben einen Hochschulabschluss.
medianet: Herr Dr. Friederes: Wenn Sie rückblickend das Jahr betrachten, wie fällt Ihr Reumee für 2005 aus?
Friederes: 2005 war für uns ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr, gekennzeichnet durch die Etablierung unserer beiden Kompetenzzentren „Branding“
(siehe www.marke.at ) und „Customer Care“. Der Übergang zwischen klassischer Marktforschung und klassischen Consulting ist dabei fließend. In beiden Kompetenzzentren bieten wir datengestützte Beratung auf höchstem Niveau.
Stolz macht mich, dass wir 20-30% unseres Umsatzes mit den Firmenzentralen internationaler Konzerne aus den USA, Deutschland, Holland, Italien und der Schweiz machen. Für diese Konzerne ist der Österreichische Markt ein Nebenschauplatz, aber sie schätzen unser Themen-Know-How, das Customizing unserer Projekte auf ihre Bedürfnisse und beauftragen uns dann gleich für 10-15 Länder.
Unser Key Asset dabei ist das hervorragend ausgebildete Team. 19 von 20 Beratern bei marketmind haben einen Hochschulabschluss und einschlägige Erfahrung in unseren Kernbranchen. Um unserem Premium-Anspruch gerecht zu werden, haben wir 2005 weiter massiv in unser Berater-Know-how investiert.
medianet: Und Ihre Erwartungen für 2006?
Friederes: Ich erwarte, dass immer weniger Österreich-Niederlassungen internationaler Konzerne anspruchsvolle strategische Projekte eigenständig durchführen (dürfen), obwohl sich dies sehr oft als Fehler herausstellt. Der Einfluss der Muttergesellschaften steigt. Das gilt auch für unsere Kompetenzzentren „Branding“ und „Customer Care“. Wir konzentrieren uns in der Akquisition daher direkt auf die Konzernzentralen, egal ob diese in Österreich oder in anderen Ländern zu finden sind.
Meine größte Hoffnung für 2006 ist, dass mehr Auftraggeber ihren Sinn für Qualität wieder entdecken. Es kann nicht sein, dass das Marktforschungsinstitut wegen 5000 € rauf oder runter ausgesucht wird, später aber auf Basis der Empfehlungen Millionen-Entscheidungen getroffen werden. Die gelieferte Qualität von Konzept, Daten und Marketing-Empfehlungen wird viel zu selten kritisch hinterfragt. Also liebe Kunden: Bitte genau hinschauen, auch dann und gerade dann, wenn das Institut einen „großen“ Namen trägt.
medianet: Vielen Dank! |